White Label Kleidung ist ein fertiges Modell aus dem bestehenden Sortiment eines Herstellers, das mit Ihren eigenen Etiketten unter Ihrer Marke verkauft wird; dasselbe Teil können auch andere Marken verkaufen. Private Label Kleidung wird nach Ihrem eigenen Design, Ihrer Passform und Ihrer Stoffvorgabe gefertigt, nur für Ihre Marke. White Label ist schneller und einfacher für den Start; Private Label braucht mehr Zeit und Investition, gibt Ihnen aber ein Produkt, das niemand sonst verkauft, und volle Kontrolle über Passform und Qualität.
Das Wichtigste
- White Label: ein bestehendes Produkt mit Ihrem Etikett, schnell am Markt, aber nicht exklusiv.
- Private Label: Ihr eigenes Design, Schnitt, Stoff und Passform, nur für Sie gefertigt.
- Private Label kostet zum Start mehr, weil Design, Schnitte und Muster für Sie entwickelt werden.
- Branding ist mehr als das Nackenetikett: Pflegeetikett, Hängeetikett und Verpackung zählen mit.
- Viele Marken starten mit einem Weg und nehmen den anderen dazu, wenn sie wachsen.
Was die beiden Begriffe bedeuten
White Label heißt, ein Kleidungsstück, das der Hersteller ohnehin fertigt, mit Ihrer Marke zu versehen. Design, Schnitt und Stoff stammen aus dem Sortiment des Herstellers; Sie wählen Modelle, Farben und Größen aus dem Angebot und ergänzen Ihre eigenen Etiketten.
Private Label heißt, der Hersteller fertigt ein Kleidungsstück, das es nur für Ihre Marke gibt. Sie bringen die Idee mit oder entwickeln sie mit dem Designteam des Herstellers, und das Modell durchläuft Schnitte, Muster und Anproben, bis es stimmt. Die Begriffe werden manchmal locker verwendet, fragen Sie deshalb immer nach, was ein Hersteller genau darunter versteht.
Kontrolle über Design, Passform, Stoff und Branding
Bei White Label wählen Sie aus, bei Private Label entscheiden Sie. White Label lässt Ihnen über die angebotenen Optionen hinaus wenig Einfluss auf Schnitt, Passform oder Stoff. Änderungen beschränken sich meist auf Farbe, Etiketten und manchmal kleine Details wie Knöpfe.
Private Label legt jede Entscheidung in Ihre Hand: Silhouette, Maße und Größenspiegel, Stoff und Zutaten, Nähte und Verarbeitung. Mit dieser Kontrolle baut eine Marke eine wiedererkennbare Passform und ein Qualitätsniveau auf, für das Kundinnen wiederkommen.
Exklusivität
Ein White Label Teil kann jede Marke kaufen, daher taucht dasselbe Produkt womöglich in mehreren Shops unter verschiedenen Namen auf. Abheben kann man sich dann kaum anders als über Preis, Fotos und Marketing.
Ein Private Label Design gehört Ihnen. Vereinbaren Sie schriftlich, dass Ihre Schnitte, Designs und Muster nur für Sie gefertigt und keinen anderen Kunden angeboten werden.
Was die Kosten bestimmt
White Label hat niedrigere Startkosten, weil Design, Schnitte und Muster schon existieren. Sie zahlen vor allem für die Teile und Ihr Branding, und die Mindestmenge richtet sich meist nach dem Lager oder Produktionsplan des Herstellers.
Private Label bringt Entwicklungskosten mit: Designarbeit, Schnitterstellung, Gradierung, Muster und Anproben. Danach hängt der Stückpreis von Stoff, Verarbeitung, Zutaten, Veredelung und Bestellmenge ab. Mindestmengen unterscheiden sich stark zwischen Herstellern, und manche arbeiten mit neuen Marken in kleinen Serien.
So starten Sie auf beiden Wegen
Die ersten Schritte sind verschieden, aber beide Wege enden mit einem Muster in Ihrer Hand, bevor Sie die Serie bezahlen.
- White Label: Hersteller auswählen, Sortiment prüfen, Muster bestellen, Modelle und Farben wählen, dann die Vorlagen für Etiketten und Verpackung schicken
- Private Label: ein Briefing mit Skizzen oder Referenzen schreiben, ein Tech Pack erstellen, Schnitt und erstes Muster fertigen, anprobieren und korrigieren, Stoff und Farbe freigeben, dann die Produktion planen
- Auf beiden Wegen: die Qualität an dem Muster prüfen, das Sie wirklich bekommen, die Maßtabelle bestätigen und eine Kontrolle vor dem Versand vereinbaren
Etiketten und Verpackung
Erst das Branding macht ein Kleidungsstück zu Ihrem Produkt. Planen Sie Nackenetikett, Größenetikett, Pflege und Materialetikett, Hängeetiketten, Polybeutel und gegebenenfalls Boxen oder Seidenpapier. Pflege und Materialetiketten folgen den Regeln des Landes, in dem Sie verkaufen, prüfen Sie sie also vor dem Druck.
Gewebte und gedruckte Etiketten sowie Verpackung brauchen Zeit in der Herstellung. Bestellen Sie sie deshalb parallel zu den Mustern, nicht erst nach der Serienfreigabe. Ein Hersteller, der Branding und Verpackung übernimmt, kann die Ware verkaufsfertig liefern.
Was zu Ihrer Marke passt
White Label passt, um einen Markt zu testen, Basics neben die eigenen Designs zu stellen oder mit kleinem Budget schnell zu starten. Private Label passt zu Marken, die eine eigene Passform, eigene Stoffe und ein Produkt wollen, das es nirgendwo sonst gibt.
Viele Marken kombinieren beides: White Label Basics, um das Sortiment zu ergänzen, und Private Label Teile, die es prägen. Unser Design und Schnittteam in Istanbul begleitet neue Marken bei der Entwicklung von Private Label Kollektionen von der ersten Skizze bis zum fertig etikettierten Teil.
